Schülerkonto

Girokonto für Schüler

Die Zinsen sind gerade allgemein sehr niedrig, und dennoch bietet ein Girokonto geeignete Möglichkeit, um schnell an das eigene Geld heranzukommen. Besonders für Schüler gibt es dabei spezielle Angebote, welche bis zu einem gewissen Betrag sogar eine deutlich größere Rendite auszahlen, als die bei normalen Girokonten der Fall ist. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es wirklich Sinn macht, einem Schüler ein solches Konto anzuvertrauen, und wenn, in welchem Alter?
Hier gibt es sowohl einige klare Vorteile, wie auch einige berechtigte Bedenken, welche besonder die Seite der Eltern immer wieder sehr gerne betont. Wer einem Schüler ein Girokonto einrichtet, der kann davon ausgehen, dass dieser langsam aber sicher lernt, immer besser mit dem eigenen Geld umzugehen. Diese Fähigkeiten im Wirtschaften können sich natürlich zu einem späteren Zeitpunkt ganz besonders bezahlt machen. Sie können so mit wenig Geld lernen, was es bedeutet, für ein eigenes Konto verantwortlich zu sein. Zum anderen verfügt der Schüler oder die Schülerin stets über das nötige Taschengeld, falls auf Reisen oder in der Mittagspause einmal die Geldbörse leer sein sollte. Diese Flexibilität ist es, was ein Girokonto ausmacht, und was auch einen der größten Vorteile für Schüler darstellt. Dann gibt es schließlich noch die Zinsen, welche hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Zwar ist das Sparguthaben auf den meisten Girokonten für Schüler nicht besonders hoch, einige Euro an Zinsen lassen sich dabei jedoch trotzdem erzielen. Dies liegt zu großen Teilen an den 1,5 Prozent welche der Anbieter auf die Konten aussetzt. Dies ist in der aktuellen Zeit wirklich ein sehr guter Zinssatz, welcher ansonsten nur noch mit einem Tagesgeldkonto oder ähnlichem erzielt werden könnte. Wer dagegen kurz davor ist, sich ein solches Konto einzurichten, der sollte unbedingt darauf achte, wo der Grenzbetrag für diesen Zinssatz liegt, falls es ihn denn gibt. Doch in den meisten Fällen ist es nicht möglich, mehr als 2000 Euro auf ein solches Konto zu überweisen, um trotzdem noch die 1,5 Prozent zu erhalten. Viele Banken möchten Missbrauch vorbeugen, und bieten diesen Zinssatz nur bis zu einem gewissen Betrag an. Alles was darüber liegt, wird im Normalfall mit einem weitaus niedrigeren Zinssatz angegeben, wie er zum Beispiel auch bei Girokonten von Erwachsenen Anwendung findet.

Natürlich gibt es auch einige wenige Nachteile, wenn es um das Thema Girokonto für Schüler geht. Zum einen besteht selbstverständlich immer die Gefahr, dass der Schüler oder die Schülerin nicht angemessen mit dem Geld wirtschaftet. Da bei derartigen Konten stolze 300 Euro an einem Tag abgehoben werden, ohne dass dabei eine Benachrichtigung an die Eltern gesendet wird, können die Kosten einer solchen Aktion sehr hoch sein. Wer diese Gefahr allerdings gleich im Keim ersticken möchte, der kann das Limit für eine tägliche Auszahlung auch deutlich weiter senken. Ein weiterer Nachteil ist definitiv der bereits angesprochene Betrag, ab dem keine guten Zinsen mehr erzielt werden können. Dies schmälert die Attraktivität des Angebots recht stark. Zwar werden junge Schüler nur in den wenigsten Fällen so viel Geld auf ihrem Girokonto haben, doch wer sparsam ist, und vielleicht noch das Geld seiner Konfirmation oder von Geburtstagen dort anlegt, kann diese Grenze ohne weiteres erreichen. Da von dort an oft nur noch 0,1 Prozent oder weniger auf das Guthaben ausgezahlt werden, lohnt es sich an dieser Stelle, über eine andere Anlageform für das verbliebene Geld nachzudenken. Ein letzter Nachteil bezieht sich auf die Kreditinstitute, welche jeweils hinter diesen Angeboten stehen. Denn natürlich sollen damit vor allem junge Kunden geworben werden, welche dann im besten Fall ihr ganzes Leben bei dieser Bank verbleiben. Man sollte jedoch trotzdem stets alle verfügbaren Angebote genau vergleichen, und das über mehrere Institute hinweg. Wer diese Dinge beachtet, kann definitiv guten Gewissens einen solchen Vertrag abschließen.